Topobjekt: Vorbild Bauhaus
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Objektbeschreibung: Kein geringerer als Bauhaus-Architekt Walter Gropius stand Pate für ein ungewöhnliches Einfamilienhaus in Fulda. Die Villa die Gropius in den 20iger Jahren des vergangenen Jahrhunderts für den Physikprofessor Felix Auerbach und seine Familie entwarf, inspirierte Jörg Bohn bei der Planung des eigenen Wohnhauses. Fließende Räume, klare Kuben, große Glasflächen und die Verwendung von Farbe und Sichtbeton waren meine Vorgaben. Ich habe als Denkmalpfleger viel mit Architektur zu tun und die Gebäude der Bauhaus-Architekten haben mich schon immer stark beeindruckt. Glücklicherweise geht es meiner Frau ganz genau so und deshalb wollten wir beide die Bauhaus-Idee unbedingt in unserem eigenen Haus verwirklichen. In enger Zusammenarbeit komponierten Bauherr und Architekt das 1 ½ geschossige Flachdachgebäude mit einer Wohnfläche von insgesamt 330 qm terrassenförmig in ein Südhanggrundstück. Idyllisch eingebettet in reichlich Grün hat man von den Dachterrassen, Außenanlagen und durch die raumhohen Glaselemente im Erdgeschoss einen herrlichen Panoramablick über ganz Fulda. Der Massivbau hat Ziegelmauerwerks- und Sichtbetonwände sowie sturzfreie Betondecken. Dem Bauherrn war es wichtig, dass nur gesundes Baumaterial zum Einsatz kam. Für ein bauphysikalisch optimales Wohnklima sorgen denn auch der diffusionsoffene Aufbau der großen Wandflächen mit sorgfältig aufgebrachtem Kalkputz in zwei Lagen sowie Sol-Silikatfarbe als Deckbeschichtung. Ich habe großen Wert auf einen perfekt vorbereiteten Untergrund gelegt. Der Putz wurde geschliffen und geglättet bis er absolut plan war. Auf einem optimalen Untergrund kommen Farben einfach besser zur Geltung und zudem entsprechen solche Wandflächen auch dem Erscheinungsbild der Bauhaus Architektur. erklärt Jörg Bohn. Da ich von Berufswegen viel mit der Firma Keim zu tun habe und von der Qualität der Keimschen Mineralfarben absolut überzeugt bin, stand für mich von Anfang an fest, dass die Wandflächen mit Farben aus dem Hause Keim beschichtet werden. Erste Wahl war für mich hier Keim Optil mit den neuen, kraftvollen und ausdrucksstarken Farbtönen der Farbtonkarte Keim Avantgarde. Keim orientierte sich bei der Entwicklung dieser Produktneuheit an der polychromen Farbgebung der 1920iger Jahre wie geschaffen also für unser Bauhaus. Keim Optil ist als Sol-Silikatfarbe für alle gängigen Untergründe geeignet und zudem einfach in der Verarbeitung. Die lange Offenheit und der gute Verlauf ermöglichen selbst bei schwierigen Lichtverhältnissen ein homogenes Anstrichbild. Familie Bohn übernahm die Farbgestaltung der Räume selbst; zum einen unterstützte sie dabei die Farbtonkarte Avantgarde, zum anderen die Fachleute von Keim, die speziell für das Bohnsche Projekt Farben nach Vorgaben und Farbmustern nachmischten. Meine sechsjährige Tochter zum Beispiel hatte sich für ihr Zimmer einen ganz speziellen Rosa-Ton in den Kopf gesetzt der musste es sein und keine anderer und der ist es nun auch, Keim hat den Ton nach unseren Farbvorgaben perfekt nachgemischt! erzählt der Bauherr. Was mich an Optil am meisten begeistert ist neben der Brillanz der Farbtöne die stumpfmatte, samtige Oberfläche. Das ist ein solche stoffliche, nahezu haptische Qualität die kann man kaum beschreiben, die muss man sehen! Um die Wandflächen noch klarer von den Decken abzusetzen, wurde die weiße Deckenfarbe 3 cm in die Wandflächen gezogen, so entsteht eine Art heller Schattenfuge. Manche Räume sind polychrom gestaltet, zum Beispiel das Jungenzimmer in Gelb und Orange oder das Wohnzimmer in Grau und Elfenbein. Gestalterisches Highlight im Wohnbereich ist der skulpturale Kaminofen, dessen ziegelrot beschichtete Wände mit einer vorgestellten Sichtbetonscheibe, in die ein verglaster Durchblick eingelassen ist, kombiniert werden. Vielleicht ist es kein Zufall, dass das architektonische Vorbild, Haus Auerbach in Jena, vor einigen Jahren mit Mineralfarben der Firma Keim saniert wurde. Der denkmalpflegerische Befund dieser Ikone der Bauhaus-Architektur wies an den Innenwänden nicht weniger als 37 verschiedene Farbtöne auf, die anhand vorhandener Originalpläne verifiziert werden konnten und exakt dem damaligen Farbkonzept entsprachen. Entgegen der landläufigen Meinung waren die Bauten der Bauhaus-Architekten nämlich nicht ausschließlich weiß, sondern - vor allen Dingen im Innern -nach sorgfältig ausgearbeiteten Farbstudien und genauen Plänen polychrom beschichtet. Sowohl die bauliche Hülle als auch die Innenraumgestaltung, Farbgebung und die Möblierung der Bohnschen Villa entsprechen konsequent dem Geist der klassischen Moderne, was manchen Besucher überfordert, wie der Bauherr berichtet. Nicht jeder erkennt sofort die wohnliche Qualität unseres Hauses und vermisst vermeintliche Gemütlichkeit... keinerlei Erklärung bedarf dagegen die Farbgestaltung unsere Gäste sind ausnahmslos begeistert von der Wirkung der farbigen Wände. Für Jörg Bohn steht fest: Sollte ich noch einmal bauen, ich würde alles ganz genau so machen. Ab und zu gehe ich morgens durchs Haus und suche Schwachstellen ganz ehrlich, ich finde keine! |
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